Geistliches Wort Oktober 2011
Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du tust deine Hand auf
und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.
Psalm 145,15-16
Liebe Glieder und Freunde unserer Gemeinde,
in diesen Tagen läuft ein Film in den deutschen Kinos an, der schon im Vorfeld gute Kritiken bekam. Er heißt „Hell“ (= „Hölle“) und beschreibt den Zustand auf der Erde nach der Klimakatastrophe. Allerdings nicht erst in ferner Zukunft, sondern schon in fünf Jahren, also im Jahr 2016: Die Sonne, die einst Leben, Licht und Wärme spendete, hat die Erde mit ihrer entfesselten Strahlkraft in ein verdörrtes Ödland verwandelt. Deutschland ist nicht verschont geblieben. Wälder sind versengt, Tierkadaver säumen die Straßen. Nur wer sich gegen das blendende Licht der Sonne schützt, hat eine Chance zu überleben.
Wie Marie, die mit ihrer kleinen Schwester Leonie und Phillip in einem abgedunkelten Auto Richtung Gebirge fährt: Dort, so heißt es, soll es Wasser geben! Es ist eine verzweifelte Irrfahrt ins Nirgendwo, ein Kampf ums Überleben...

Dem jungen Regisseur Tim Fehlbaum geht es u.a. darum, den Zuschauern die Folgen der Klimakatastrophe unter die Haut gehen zu lassen. Dabei sind uns doch die Bilder aus dem „fernen“ Ostafrika präsent, die die Menschen dort unter der sengenden Sonne und aufgewirbeltem Sand auf der Flucht vor der Dürre und dem Hungertod zeigen.

Bilder, die uns mahnen: Es gibt schon genug verbrannte Erde auf unserem Planeten. Millionen von Menschen hungern, leiden unter Gewalt und sind ihrer Heimat und ihrer Existenz beraubt worden. Statt Hilfe zur Selbsthilfe erhalten sie „Almosen aus den reichen Ländern“: Genmanipulierten Mais, den sie mit Wasser zu einem Brei aufkochen. Das macht zwar satt, aber nahrhaft ist es nicht!
Wenn wir also Erntedank feiern, an reich gedeckten Tischen sitzen und Noch-Essbares wegwerfen, dann sollten wir auch an die Menschen denken, die Hunger leiden. Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut. Die Zukunft der Erde liegt auch in unserer Hand!
In diesem Sinne wünscht Ihnen / Euch gewissenhaftes Danken, Denken und Tun
Ihr / Euer Pastor Rainer Kempe
23.09.2011 14:24
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