Paulus-Gemeinde
Berlin-Neukölln
aktuell - Rückblick (was war ….)
Todesstunde des Herrn
Am Karfreitag haben wir nachmittags eine Andacht zur
Todesstunde des Herrn gefeiert. Unser Projektchor hat uns
viele schöne Passionslieder gesungen. Vielen Dank an die
Sänger und J.-P. Sch.
Ostern
Ostern fand in der Gemeinde Neukölln ein Osterfrühgottes-
dienst statt. Er startete im Dunklen. Osterkerzen waren
verteilt und der Gottesdienst wurde nach der Liturgie der
Osternacht gefeiert. Anschließend gab es ein reichhaltiges
Osterfrühstück mit vielen Varianten. Es blieb
erstaunlicherweise nur wenig übrig.
Ein Festgottesdienst mit Bläserbeteiligung am Ostermontag
rundete die Osterfeierlichkeiten ab.
60jähriges Kirchweihjubiläum – Ein Rückblick
Am Sonntag Judika, dem 6. April 2025, durfte die
Paulusgemeinde mit einem Festgottesdienst ihr
60._Kirchweihfest feiern. Nicht ganz so groß wie das
50._Jubiläum, ohne Festgabe und Jubi-Ale, aber doch
beseelt von dem (heiligen) Geist, der die Gemeinde im
Glauben vereint, antreibt und ausrichtet. Zehn Jahre, in
denen wir mit Gottes Hilfe ein Pfarrhaus errichten, einen
neuen Pfarrer berufen konnten, den gemeinsamen
Pfarrbezirk mit der Gemeinde Fürstenwalde begründet
haben, aber auch die Probleme der Corona-Pandemie
bewältigen mussten.
Mit Pastor Dress hielt ein ehemaliger Gemeindepfarrer die
Predigt im Festgottesdienst, der von seinen Begegnungen mit
Gott, davon auch in diesem seinem Haus der Paulus-
Gemeinde anschaulich berichtete und die Barmherzigkeit
Gottes, die wir hier in der Gemeinschaft erfahren, eindrücklich
pries. Begleitet wurde der Gottesdienst von unseren Musikern
mit Lob und Dank in Festbesetzung – ein Ohrenschmaus,
den die Gemeinde mit ihrem Gesang überzeugend begleitet
hat. Anschließend gab es viel Gelegenheit zur Begegnung
und Gespräch bei einer vom „Kreis“ unter Leitung von Sonja
Müller hervorragend vorbereiteten und vielen Helfern
ausgeteilten Mittagsmahlzeit. Allen, die dieses Fest
vorbereitet und an der Gestaltung mitgewirkt haben, vor allem
Pastor Dress, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich
gedankt!
C. B.
Nachruf Norbert Schulz
Norbert Schulz ist am 31. Mai 2025 plötzlich und völlig
unerwartet gestorben. Er war mit seinen Eltern im jährlichen
Urlaub über den Himmelfahrtstag an der Ostsee bei Kiel. Eine
Notärztin konnte zwar die erste Hilfe, die Anwesende geleistet
hatten, professionell fortsetzen, aber Norbert nicht retten. Er
ist vor Ort gegen 19:00 Uhr im Beisein seiner Eltern
verstorben.
Norbert war seit überaus
vielen Jahren
Kirchenvorsteher der Paulus-
Gemeinde. Er hat früher sich
vielfältig musikalisch mit
Posaune, Gesang und bis
heute mit Schlagwerk in die
Gottesdienstgestaltung
eingebracht. Er war Lektor der
Paulus-Gemeinde und seine
Gottesdienste wurden von
vielen sehr geschätzt. Die für
die Gemeinde sehr prägende
Familienfreizeit hat er seit
Jahren maßgeblich mit
organisiert und gestaltet. In
der Jugendarbeit des
Kirchenbezirks Berlin-
Brandenburg hat Norbert erst als Jugendvertreter, dann
ehrenamtlich als Jugendkoordinator mitgearbeitet und auch
danach den Kontakt mit den Jugendlichen weiter gepflegt. In
die Begleitung des Jugendmissionars Peter Kizungu hat er
sich sehr engagiert eingebracht.
Darüber hinaus hat er mit seiner Art die Gemeinde sehr
bereichert: Er konnte zuhören, wahrnehmen und verstehen.
Er hatte eigene Standpunkte, brachte diese aber immer in
Relation mit den Standpunkten der anderen ein. In
Gemeindeversammlungen und im Kirchenvorstand war er
immer wieder jemand, der vermittelte und es schaffte
Kompromissbereitschaft zu wecken. Er wird der Gemeinde
sehr fehlen.
Norbert Schulz, geboren am 26. Mai 1966 und getauft am 26.
Juni 1966 hinterlässt seine Frau Katrin Schulz und die
gemeinsamen Kinder Nicholas und Greta.
Die kirchliche Bestattung ist für Freitag, den 25. Juli 2025,
12:00 Uhr auf dem Christus-Friedhof, Mariendorfer Damm
225-227, Mariendorf, 12107 Berlin geplant. Eine
Außenübertragung ist vorgesehen. Die Angehörigen bitten,
von Kondolenzbekundungen während der Bestattung
abzusehen.
Zu einem anschließenden Beisammensein wird ab 15:00 Uhr
in die Räume der evangelisch-lutherischen Paulusgemeinde,
Kranoldplatz 11, 12051 Berlin-Neukölln eingeladen.
Bernhard Mader
„Miteinander unterwegs“
Auch dieses Jahr fand die Fahrt „Miteinander unterwegs“ vom
4. bis 9. Mai statt. Wir waren wieder im Haus der Kirche in
Güstrow, das uns mit gutem Essen verwöhnten. Täglich gab
es mindestens eine Aktivität, wie z.B. die Besichtigung des
Doberaner Münsters, des Doms in Schwerin und Blick auf das
beeindruckende Schloss. Außerdem hatten wir eine Führung
im Atelierhaus des Bildhauers Ernst Barlach. Neben seinen
Werken erfuhren wir auch einiges über seinen Lebensweg.
Beeindruckend war auch das Güstrower Krippenmuseum. Am
letzten vollen Tag waren wir in Rostock, wo uns Pastor Mader
durch die Innenstadt führte. Er hatte dort studiert. Am
Nachmittag waren wir bei der Seemannsmission eingeladen.
Sie kümmern sich um die Schiffsbesatzungen, machen
Bordbesuche und bieten WLAN für Nachrichten in die Heimat,
Musik hören, Sport und Fahrten in die Stadt an.
Beeindruckend fanden wir den interkonfessionellen
Andachtsraum. Sie verwöhnten uns nach der Information mit
Kaffee und Kuchen.
Ein großer Dank an Renate und Lothar Woratz, die diese Fahrt
seit vielen Jahren organisiert haben, dieses Mal war es leider
wahrscheinlich die letzte Fahrt.
F. K. und R. B.
Besuch Bonhoefferhaus
Am 19. Juli be-
suchten 19 Leute
aus der Paulus-
Gemeinde das
Bonhoefferhaus.
Wir bekamen eine
gute Führung.
Gottfried Brezger
vom Verein
„Erinnerunggs-und
Begegnungsstätte“
erklärte, wie die Familie in schwieriger Zeit Widerstand
geleistet hat. Davon können wir lernen. Anschließend gab
es einen netten Ausklang in einem schönen Biergarten
eines nahe gelegenen Cafés.
R. B.
Unsere Gemeinde besucht die Potsdamer
Gemeinde
Am Sonntag, dem 20. Juli besuchten mehr als 20
Gemeindeglieder der
Paulus-Gemeinde
die SELK-Gemeinde
in Pots
dam. Wir feierten
einen gemeinsamen
Gottesdienst. Für die
Kinder wurde das
Evangelium mit
Bildern auf der
Leinwand verlesen.
Ein Posaunenchor aus
beiden Gemeinden spielte
im Altarraum und nach
dem Gottesdienst gab es
ein leckeres Mittagessen
mit Salaten und
Grillwürstchen.
Pastor Mader führte uns
mit vielen fachkundigen
Erläuterungen durch den
nahegelegenen schönen „Neuen Garten“. Zum Abschluss
gab es Kaffee und Kuchen. Eine gelungene und schöne
Begegnung. Der Vorstand plant schon die Gegeneinladung
für 2026.
R. B.
Familiengottesdienst
Am 9. November fand wieder ein Familiengottesdienst
in unserer Gemeinde statt - diesmal mit dem Thema
„Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“.
Passend zum Gedenktag des Mauerfalls berichteten
Zeitzeugen aus der Gemeinde, wie sie den Mauerfall
und die Zeit der Teilung erlebt haben. Auch unsere
Gemeinde engagierte sich bei der Bewirtung und
Betreuung von Ost-Berlinern, die nach dem Mauerfall
nach West-Berlin kamen - es waren unvergessliche
Begegnungen. Zusammen mit Pastor Mader haben die
Kinder dann verschiedene Begriffe an eine aufgestellte
Mauer aus Papp-Kartons geheftet: Auch wir erleben in
unserem heutigen Leben immer wieder „Mauern“, z.B.
durch Angst, Sorgen, Streit oder Einsamkeit. Gott hilft
uns, diese Mauern zu überwinden, er lässt uns dabei
nicht allein: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern
springen.“ (Ps 18,30) Das nehmen wir in unseren Alltag
mit!
S. F.
Familienfreizeit
Während Tiefengrün auf 552 Metern über Normalnull
liegt, befindet sich Untertiefengrün nur auf 440-495 Meter
über Normalnull – es liegt also unter Tiefengrün, direkt
gegenüber von Hirschberg mit seinem Schloss und dem
auf dem Felsen thronenden Hirsch. Unten im Tal
schlängelt sich das blaue Band der Saale und das grüne
Band des Fernwanderwegs entlang der ehemaligen
innerdeutschen Grenze. Scheinbar im Dornröschenschlaf
steht hier die Zeit stiller, als man sich vorstellen kann.
Mindestens einmal im Jahr wird es aber lauter – das ist
zumindest unser Eindruck –, wenn die jährlich
stattfindende Familienfreizeit der Paulus-Gemeinde
ansteht und Familien und Einzelreisende mit Auto, Bus
und Bahn kommen und sich für eine Woche im
Evangelischen Freizeitheim Untertiefengrün einnisten.
Vertraut sind die Räume im Haus, das großzügige
Grundstück und die Wege hinunter zur Saale, zu REPO
und Bahner. Vertraut sind die herbstlichen Farben des
Waldes, der sich an der Saale entlangzieht. Vertraut sind
die vielen zu genießenden Temperaturstufen im HofBad
mit der Rutsche, dem Strömungskanal und dem
Dampfbad. Vertraut sind die schwindelerregenden Höhen
des Kletterwalds Saalburg mit seinen beschwerlichen
Aufstiegen und langen Seilrutschen. Vertraut sind auch
die Lieder aus dem grünen Familienfreizeitliederheft, die
schon in allen möglichen Räumen des Freizeitheims
erklungen sind, sei es zu Andachten oder einfach nur so.
Vertraut ist das Knistern des Lagerfeuers mit Stockbrot
und das Knistern des Kaminfeuers zu geselligen und
gesprächigen Runden. Vertraut ist der Geruch des ersten
Glühweins des Jahres. Vertraut sind die klackenden
Geräuschmuster aus dem Tischtennisraum, die Klänge
des verstimmten Klaviers aus dem Speiseraum und der
Schall der Posaune aus dem Keller.
Und bei aller Vertrautheit gibt es jedes Jahr etwas Neues
zu entdecken. Sei es ein unbeschrittener Spazierweg mit
Errichtung einer „Behelfsbrücke“, sei es die Suche nach
einer freien Fläche zum Drachensteigenlassen, seien es
neue Spiele beim Geländespiel, das vom GALA-Kreis
vorbereitet wurde, seien es neue Lieder, die zum ersten
Mal erklingen, seien es neue Gespräche, die zum ersten
Mal geführt werden, neue Verkehrsmittel in der Region,
die zu der Erkenntnis führen, dass Osten und Westen
noch immer nicht durch eine gemeinsame Buslinie
verbunden sind, neue Waren in der REPO-
Produktpalette, unbekannte Kräuter der Drogerie Bahner
oder neue Gesichter in der Familienfreizeitfamilie.
Die Familienfreizeit ist ein besonderer „Ort“, an dem man
sich gegenseitig – obwohl vertraut – doch ganz neu
entdecken kann. Es ist ein Ort der Freude, des Lachens,
der Offenheit, des Sorgenteilens, der Dankbarkeit, des
Redens und des Zuhörens, des Wahrnehmens und
Loslassens, der Ungezwungenheit und Freiheit, der
Seelsorge aneinander, der Gemeinschaft untereinander
und mit Gott. Ein Ort zum Gerne Sein und ein Ort zum
Wiederkommen.
Und so liegt Untertiefengrün zwar geografisch unter
Tiefengrün, in seinem Wert jedoch viel weiter oben.
Nächstes Jahr in der ersten Woche der Herbstferien wird
das (hoffentlich) wieder erfahrbar.
I. Sch.