Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - Rückblick (was war ….)

Todesstunde des Herrn

Am Karfreitag haben wir nachmittags eine Andacht zur Todesstunde des Herrn gefeiert. Unser Projektchor hat uns viele schöne Passionslieder gesungen. Vielen Dank an die Sänger und J.-P. Sch.

Ostern

Ostern fand in der Gemeinde Neukölln ein Osterfrühgottes- dienst statt. Er startete im Dunklen. Osterkerzen waren verteilt und der Gottesdienst wurde nach der Liturgie der Osternacht gefeiert. Anschließend gab es ein reichhaltiges Osterfrühstück mit vielen Varianten. Es blieb erstaunlicherweise nur wenig übrig. Ein Festgottesdienst mit Bläserbeteiligung am Ostermontag rundete die Osterfeierlichkeiten ab.

60jähriges Kirchweihjubiläum – Ein Rückblick

Am Sonntag Judika, dem 6. April 2025, durfte die Paulusgemeinde mit einem Festgottesdienst ihr 60._Kirchweihfest feiern. Nicht ganz so groß wie das 50._Jubiläum, ohne Festgabe und Jubi-Ale, aber doch beseelt von dem (heiligen) Geist, der die Gemeinde im Glauben vereint, antreibt und ausrichtet. Zehn Jahre, in denen wir mit Gottes Hilfe ein Pfarrhaus errichten, einen neuen Pfarrer berufen konnten, den gemeinsamen Pfarrbezirk mit der Gemeinde Fürstenwalde begründet haben, aber auch die Probleme der Corona-Pandemie bewältigen mussten. Mit Pastor Dress hielt ein ehemaliger Gemeindepfarrer die Predigt im Festgottesdienst, der von seinen Begegnungen mit Gott, davon auch in diesem seinem Haus der Paulus-Gemeinde anschaulich berichtete und die Barmherzigkeit Gottes, die wir hier in der Gemeinschaft erfahren, eindrücklich pries. Begleitet wurde der Gottesdienst von unseren Musikern mit Lob und Dank in Festbesetzung – ein Ohrenschmaus, den die Gemeinde mit ihrem Gesang überzeugend begleitet hat. Anschließend gab es viel Gelegenheit zur Begegnung und Gespräch bei einer vom „Kreis“ unter Leitung von Sonja Müller hervorragend vorbereiteten und vielen Helfern ausgeteilten Mittagsmahlzeit. Allen, die dieses Fest vorbereitet und an der Gestaltung mitgewirkt haben, vor allem Pastor Dress, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt! C. B.

Nachruf Norbert Schulz

Norbert Schulz ist am 31. Mai 2025 plötzlich und völlig unerwartet gestorben. Er war mit seinen Eltern im jährlichen Urlaub über den Himmelfahrtstag an der Ostsee bei Kiel. Eine Notärztin konnte zwar die erste Hilfe, die Anwesende geleistet hatten, professionell fortsetzen, aber Norbert nicht retten. Er ist vor Ort gegen 19:00 Uhr im Beisein seiner Eltern verstorben. Norbert war seit überaus vielen Jahren Kirchenvorsteher der Paulus-Gemeinde. Er hat früher sich vielfältig musikalisch mit Posaune, Gesang und bis heute mit Schlagwerk in die Gottesdienstgestaltung eingebracht. Er war Lektor der Paulus-Gemeinde und seine Gottesdienste wurden von vielen sehr geschätzt. Die für die Gemeinde sehr prägende Familienfreizeit hat er seit Jahren maßgeblich mit organisiert und gestaltet. In der Jugendarbeit des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg hat Norbert erst als Jugendvertreter, dann ehrenamtlich als Jugendkoordinator mitgearbeitet und auch danach den Kontakt mit den Jugendlichen weiter gepflegt. In die Begleitung des Jugendmissionars Peter Kizungu hat er sich sehr engagiert eingebracht. Darüber hinaus hat er mit seiner Art die Gemeinde sehr bereichert: Er konnte zuhören, wahrnehmen und verstehen. Er hatte eigene Standpunkte, brachte diese aber immer in Relation mit den Standpunkten der anderen ein. In Gemeindeversammlungen und im Kirchenvorstand war er immer wieder jemand, der vermittelte und es schaffte Kompromissbereitschaft zu wecken. Er wird der Gemeinde sehr fehlen. Norbert Schulz, geboren am 26. Mai 1966 und getauft am 26. Juni 1966 hinterlässt seine Frau Katrin Schulz und die gemeinsamen Kinder Nicholas und Greta. Die kirchliche Bestattung ist für Freitag, den 25. Juli 2025, 12:00 Uhr auf dem Christus-Friedhof, Mariendorfer Damm 225-227, Mariendorf, 12107 Berlin geplant. Eine Außenübertragung ist vorgesehen. Die Angehörigen bitten, von Kondolenzbekundungen während der Bestattung abzusehen. Zu einem anschließenden Beisammensein wird ab 15:00 Uhr in die Räume der evangelisch-lutherischen Paulusgemeinde, Kranoldplatz 11, 12051 Berlin-Neukölln eingeladen. Bernhard Mader

„Miteinander unterwegs“

Auch dieses Jahr fand die Fahrt „Miteinander unterwegs“ vom 4. bis 9. Mai statt. Wir waren wieder im Haus der Kirche in Güstrow, das uns mit gutem Essen verwöhnten. Täglich gab es mindestens eine Aktivität, wie z.B. die Besichtigung des Doberaner Münsters, des Doms in Schwerin und Blick auf das beeindruckende Schloss. Außerdem hatten wir eine Führung im Atelierhaus des Bildhauers Ernst Barlach. Neben seinen Werken erfuhren wir auch einiges über seinen Lebensweg. Beeindruckend war auch das Güstrower Krippenmuseum. Am letzten vollen Tag waren wir in Rostock, wo uns Pastor Mader durch die Innenstadt führte. Er hatte dort studiert. Am Nachmittag waren wir bei der Seemannsmission eingeladen. Sie kümmern sich um die Schiffsbesatzungen, machen Bordbesuche und bieten WLAN für Nachrichten in die Heimat, Musik hören, Sport und Fahrten in die Stadt an. Beeindruckend fanden wir den interkonfessionellen Andachtsraum. Sie verwöhnten uns nach der Information mit Kaffee und Kuchen. Ein großer Dank an Renate und Lothar Woratz, die diese Fahrt seit vielen Jahren organisiert haben, dieses Mal war es leider wahrscheinlich die letzte Fahrt. F. K. und R. B.

Besuch Bonhoefferhaus

Am 19. Juli be- suchten 19 Leute aus der Paulus- Gemeinde das Bonhoefferhaus. Wir bekamen eine gute Führung. Gottfried Brezger vom Verein „Erinnerunggs-und Begegnungsstätte“ erklärte, wie die Familie in schwieriger Zeit Widerstand geleistet hat. Davon können wir lernen. Anschließend gab es einen netten Ausklang in einem schönen Biergarten eines nahe gelegenen Cafés. R. B.

Unsere Gemeinde besucht die Potsdamer

Gemeinde

Am Sonntag, dem 20. Juli besuchten mehr als 20 Gemeindeglieder der Paulus-Gemeinde die SELK-Gemeinde in Pots dam. Wir feierten einen gemeinsamen Gottesdienst. Für die Kinder wurde das Evangelium mit Bildern auf der Leinwand verlesen. Ein Posaunenchor aus beiden Gemeinden spielte im Altarraum und nach dem Gottesdienst gab es ein leckeres Mittagessen mit Salaten und Grillwürstchen. Pastor Mader führte uns mit vielen fachkundigen Erläuterungen durch den nahegelegenen schönen „Neuen Garten“. Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen. Eine gelungene und schöne Begegnung. Der Vorstand plant schon die Gegeneinladung für 2026. R. B.

Familiengottesdienst

Am 9. November fand wieder ein Familiengottesdienst in unserer Gemeinde statt - diesmal mit dem Thema „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“. Passend zum Gedenktag des Mauerfalls berichteten Zeitzeugen aus der Gemeinde, wie sie den Mauerfall und die Zeit der Teilung erlebt haben. Auch unsere Gemeinde engagierte sich bei der Bewirtung und Betreuung von Ost-Berlinern, die nach dem Mauerfall nach West-Berlin kamen - es waren unvergessliche Begegnungen. Zusammen mit Pastor Mader haben die Kinder dann verschiedene Begriffe an eine aufgestellte Mauer aus Papp-Kartons geheftet: Auch wir erleben in unserem heutigen Leben immer wieder „Mauern“, z.B. durch Angst, Sorgen, Streit oder Einsamkeit. Gott hilft uns, diese Mauern zu überwinden, er lässt uns dabei nicht allein: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“ (Ps 18,30) Das nehmen wir in unseren Alltag mit! S. F.

Familienfreizeit

Während Tiefengrün auf 552 Metern über Normalnull liegt, befindet sich Untertiefengrün nur auf 440-495 Meter über Normalnull – es liegt also unter Tiefengrün, direkt gegenüber von Hirschberg mit seinem Schloss und dem auf dem Felsen thronenden Hirsch. Unten im Tal schlängelt sich das blaue Band der Saale und das grüne Band des Fernwanderwegs entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Scheinbar im Dornröschenschlaf steht hier die Zeit stiller, als man sich vorstellen kann. Mindestens einmal im Jahr wird es aber lauter – das ist zumindest unser Eindruck –, wenn die jährlich stattfindende Familienfreizeit der Paulus-Gemeinde ansteht und Familien und Einzelreisende mit Auto, Bus und Bahn kommen und sich für eine Woche im Evangelischen Freizeitheim Untertiefengrün einnisten. Vertraut sind die Räume im Haus, das großzügige Grundstück und die Wege hinunter zur Saale, zu REPO und Bahner. Vertraut sind die herbstlichen Farben des Waldes, der sich an der Saale entlangzieht. Vertraut sind die vielen zu genießenden Temperaturstufen im HofBad mit der Rutsche, dem Strömungskanal und dem Dampfbad. Vertraut sind die schwindelerregenden Höhen des Kletterwalds Saalburg mit seinen beschwerlichen Aufstiegen und langen Seilrutschen. Vertraut sind auch die Lieder aus dem grünen Familienfreizeitliederheft, die schon in allen möglichen Räumen des Freizeitheims erklungen sind, sei es zu Andachten oder einfach nur so. Vertraut ist das Knistern des Lagerfeuers mit Stockbrot und das Knistern des Kaminfeuers zu geselligen und gesprächigen Runden. Vertraut ist der Geruch des ersten Glühweins des Jahres. Vertraut sind die klackenden Geräuschmuster aus dem Tischtennisraum, die Klänge des verstimmten Klaviers aus dem Speiseraum und der Schall der Posaune aus dem Keller. Und bei aller Vertrautheit gibt es jedes Jahr etwas Neues zu entdecken. Sei es ein unbeschrittener Spazierweg mit Errichtung einer „Behelfsbrücke“, sei es die Suche nach einer freien Fläche zum Drachensteigenlassen, seien es neue Spiele beim Geländespiel, das vom GALA-Kreis vorbereitet wurde, seien es neue Lieder, die zum ersten Mal erklingen, seien es neue Gespräche, die zum ersten Mal geführt werden, neue Verkehrsmittel in der Region, die zu der Erkenntnis führen, dass Osten und Westen noch immer nicht durch eine gemeinsame Buslinie verbunden sind, neue Waren in der REPO- Produktpalette, unbekannte Kräuter der Drogerie Bahner oder neue Gesichter in der Familienfreizeitfamilie. Die Familienfreizeit ist ein besonderer „Ort“, an dem man sich gegenseitig – obwohl vertraut – doch ganz neu entdecken kann. Es ist ein Ort der Freude, des Lachens, der Offenheit, des Sorgenteilens, der Dankbarkeit, des Redens und des Zuhörens, des Wahrnehmens und Loslassens, der Ungezwungenheit und Freiheit, der Seelsorge aneinander, der Gemeinschaft untereinander und mit Gott. Ein Ort zum Gerne Sein und ein Ort zum Wiederkommen. Und so liegt Untertiefengrün zwar geografisch unter Tiefengrün, in seinem Wert jedoch viel weiter oben. Nächstes Jahr in der ersten Woche der Herbstferien wird das (hoffentlich) wieder erfahrbar. I. Sch.
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

aktuell - Rückblick (was war ….)

Todesstunde des Herrn

Am Karfreitag haben wir nachmittags eine Andacht zur Todesstunde des Herrn gefeiert. Unser Projektchor hat uns viele schöne Passionslieder gesungen. Vielen Dank an die Sänger und J.-P. Sch.

Ostern

Ostern fand in der Gemeinde Neukölln ein Osterfrühgottes- dienst statt. Er startete im Dunklen. Osterkerzen waren verteilt und der Gottesdienst wurde nach der Liturgie der Osternacht gefeiert. Anschließend gab es ein reichhaltiges Osterfrühstück mit vielen Varianten. Es blieb erstaunlicherweise nur wenig übrig. Ein Festgottesdienst mit Bläserbeteiligung am Ostermontag rundete die Osterfeierlichkeiten ab.

60jähriges Kirchweihjubiläum – Ein Rückblick

Am Sonntag Judika, dem 6. April 2025, durfte die Paulusgemeinde mit einem Festgottesdienst ihr 60._Kirchweihfest feiern. Nicht ganz so groß wie das 50._Jubiläum, ohne Festgabe und Jubi-Ale, aber doch beseelt von dem (heiligen) Geist, der die Gemeinde im Glauben vereint, antreibt und ausrichtet. Zehn Jahre, in denen wir mit Gottes Hilfe ein Pfarrhaus errichten, einen neuen Pfarrer berufen konnten, den gemeinsamen Pfarrbezirk mit der Gemeinde Fürstenwalde begründet haben, aber auch die Probleme der Corona-Pandemie bewältigen mussten. Mit Pastor Dress hielt ein ehemaliger Gemeindepfarrer die Predigt im Festgottesdienst, der von seinen Begegnungen mit Gott, davon auch in diesem seinem Haus der Paulus- Gemeinde anschaulich berichtete und die Barmherzigkeit Gottes, die wir hier in der Gemeinschaft erfahren, eindrücklich pries. Begleitet wurde der Gottesdienst von unseren Musikern mit Lob und Dank in Festbesetzung – ein Ohrenschmaus, den die Gemeinde mit ihrem Gesang überzeugend begleitet hat. Anschließend gab es viel Gelegenheit zur Begegnung und Gespräch bei einer vom „Kreis“ unter Leitung von Sonja Müller hervorragend vorbereiteten und vielen Helfern ausgeteilten Mittagsmahlzeit. Allen, die dieses Fest vorbereitet und an der Gestaltung mitgewirkt haben, vor allem Pastor Dress, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt! C. B.

Nachruf Norbert Schulz

Norbert Schulz ist am 31. Mai 2025 plötzlich und völlig unerwartet gestorben. Er war mit seinen Eltern im jährlichen Urlaub über den Himmelfahrtstag an der Ostsee bei Kiel. Eine Notärztin konnte zwar die erste Hilfe, die Anwesende geleistet hatten, professionell fortsetzen, aber Norbert nicht retten. Er ist vor Ort gegen 19:00 Uhr im Beisein seiner Eltern verstorben. Norbert war seit überaus vielen Jahren Kirchenvorsteher der Paulus- Gemeinde. Er hat früher sich vielfältig musikalisch mit Posaune, Gesang und bis heute mit Schlagwerk in die Gottesdienstgestaltung eingebracht. Er war Lektor der Paulus-Gemeinde und seine Gottesdienste wurden von vielen sehr geschätzt. Die für die Gemeinde sehr prägende Familienfreizeit hat er seit Jahren maßgeblich mit organisiert und gestaltet. In der Jugendarbeit des Kirchenbezirks Berlin- Brandenburg hat Norbert erst als Jugendvertreter, dann ehrenamtlich als Jugendkoordinator mitgearbeitet und auch danach den Kontakt mit den Jugendlichen weiter gepflegt. In die Begleitung des Jugendmissionars Peter Kizungu hat er sich sehr engagiert eingebracht. Darüber hinaus hat er mit seiner Art die Gemeinde sehr bereichert: Er konnte zuhören, wahrnehmen und verstehen. Er hatte eigene Standpunkte, brachte diese aber immer in Relation mit den Standpunkten der anderen ein. In Gemeindeversammlungen und im Kirchenvorstand war er immer wieder jemand, der vermittelte und es schaffte Kompromissbereitschaft zu wecken. Er wird der Gemeinde sehr fehlen. Norbert Schulz, geboren am 26. Mai 1966 und getauft am 26. Juni 1966 hinterlässt seine Frau Katrin Schulz und die gemeinsamen Kinder Nicholas und Greta. Die kirchliche Bestattung ist für Freitag, den 25. Juli 2025, 12:00 Uhr auf dem Christus-Friedhof, Mariendorfer Damm 225-227, Mariendorf, 12107 Berlin geplant. Eine Außenübertragung ist vorgesehen. Die Angehörigen bitten, von Kondolenzbekundungen während der Bestattung abzusehen. Zu einem anschließenden Beisammensein wird ab 15:00 Uhr in die Räume der evangelisch-lutherischen Paulusgemeinde, Kranoldplatz 11, 12051 Berlin-Neukölln eingeladen. Bernhard Mader

„Miteinander unterwegs“

Auch dieses Jahr fand die Fahrt „Miteinander unterwegs“ vom 4. bis 9. Mai statt. Wir waren wieder im Haus der Kirche in Güstrow, das uns mit gutem Essen verwöhnten. Täglich gab es mindestens eine Aktivität, wie z.B. die Besichtigung des Doberaner Münsters, des Doms in Schwerin und Blick auf das beeindruckende Schloss. Außerdem hatten wir eine Führung im Atelierhaus des Bildhauers Ernst Barlach. Neben seinen Werken erfuhren wir auch einiges über seinen Lebensweg. Beeindruckend war auch das Güstrower Krippenmuseum. Am letzten vollen Tag waren wir in Rostock, wo uns Pastor Mader durch die Innenstadt führte. Er hatte dort studiert. Am Nachmittag waren wir bei der Seemannsmission eingeladen. Sie kümmern sich um die Schiffsbesatzungen, machen Bordbesuche und bieten WLAN für Nachrichten in die Heimat, Musik hören, Sport und Fahrten in die Stadt an. Beeindruckend fanden wir den interkonfessionellen Andachtsraum. Sie verwöhnten uns nach der Information mit Kaffee und Kuchen. Ein großer Dank an Renate und Lothar Woratz, die diese Fahrt seit vielen Jahren organisiert haben, dieses Mal war es leider wahrscheinlich die letzte Fahrt. F. K. und R. B.

Besuch Bonhoefferhaus

Am 19. Juli be- suchten 19 Leute aus der Paulus- Gemeinde das Bonhoefferhaus. Wir bekamen eine gute Führung. Gottfried Brezger vom Verein „Erinnerunggs-und Begegnungsstätte“ erklärte, wie die Familie in schwieriger Zeit Widerstand geleistet hat. Davon können wir lernen. Anschließend gab es einen netten Ausklang in einem schönen Biergarten eines nahe gelegenen Cafés. R. B.

Unsere Gemeinde besucht die Potsdamer

Gemeinde

Am Sonntag, dem 20. Juli besuchten mehr als 20 Gemeindeglieder der Paulus-Gemeinde die SELK-Gemeinde in Pots dam. Wir feierten einen gemeinsamen Gottesdienst. Für die Kinder wurde das Evangelium mit Bildern auf der Leinwand verlesen. Ein Posaunenchor aus beiden Gemeinden spielte im Altarraum und nach dem Gottesdienst gab es ein leckeres Mittagessen mit Salaten und Grillwürstchen. Pastor Mader führte uns mit vielen fachkundigen Erläuterungen durch den nahegelegenen schönen „Neuen Garten“. Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen. Eine gelungene und schöne Begegnung. Der Vorstand plant schon die Gegeneinladung für 2026. R. B.

Familiengottesdienst

Am 9. November fand wieder ein Familiengottesdienst in unserer Gemeinde statt - diesmal mit dem Thema „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“. Passend zum Gedenktag des Mauerfalls berichteten Zeitzeugen aus der Gemeinde, wie sie den Mauerfall und die Zeit der Teilung erlebt haben. Auch unsere Gemeinde engagierte sich bei der Bewirtung und Betreuung von Ost-Berlinern, die nach dem Mauerfall nach West-Berlin kamen - es waren unvergessliche Begegnungen. Zusammen mit Pastor Mader haben die Kinder dann verschiedene Begriffe an eine aufgestellte Mauer aus Papp-Kartons geheftet: Auch wir erleben in unserem heutigen Leben immer wieder „Mauern“, z.B. durch Angst, Sorgen, Streit oder Einsamkeit. Gott hilft uns, diese Mauern zu überwinden, er lässt uns dabei nicht allein: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“ (Ps 18,30) Das nehmen wir in unseren Alltag mit! S. F.

Familienfreizeit

Während Tiefengrün auf 552 Metern über Normalnull liegt, befindet sich Untertiefengrün nur auf 440-495 Meter über Normalnull – es liegt also unter Tiefengrün, direkt gegenüber von Hirschberg mit seinem Schloss und dem auf dem Felsen thronenden Hirsch. Unten im Tal schlängelt sich das blaue Band der Saale und das grüne Band des Fernwanderwegs entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Scheinbar im Dornröschenschlaf steht hier die Zeit stiller, als man sich vorstellen kann. Mindestens einmal im Jahr wird es aber lauter – das ist zumindest unser Eindruck –, wenn die jährlich stattfindende Familienfreizeit der Paulus-Gemeinde ansteht und Familien und Einzelreisende mit Auto, Bus und Bahn kommen und sich für eine Woche im Evangelischen Freizeitheim Untertiefengrün einnisten. Vertraut sind die Räume im Haus, das großzügige Grundstück und die Wege hinunter zur Saale, zu REPO und Bahner. Vertraut sind die herbstlichen Farben des Waldes, der sich an der Saale entlangzieht. Vertraut sind die vielen zu genießenden Temperaturstufen im HofBad mit der Rutsche, dem Strömungskanal und dem Dampfbad. Vertraut sind die schwindelerregenden Höhen des Kletterwalds Saalburg mit seinen beschwerlichen Aufstiegen und langen Seilrutschen. Vertraut sind auch die Lieder aus dem grünen Familienfreizeitliederheft, die schon in allen möglichen Räumen des Freizeitheims erklungen sind, sei es zu Andachten oder einfach nur so. Vertraut ist das Knistern des Lagerfeuers mit Stockbrot und das Knistern des Kaminfeuers zu geselligen und gesprächigen Runden. Vertraut ist der Geruch des ersten Glühweins des Jahres. Vertraut sind die klackenden Geräuschmuster aus dem Tischtennisraum, die Klänge des verstimmten Klaviers aus dem Speiseraum und der Schall der Posaune aus dem Keller. Und bei aller Vertrautheit gibt es jedes Jahr etwas Neues zu entdecken. Sei es ein unbeschrittener Spazierweg mit Errichtung einer „Behelfsbrücke“, sei es die Suche nach einer freien Fläche zum Drachensteigenlassen, seien es neue Spiele beim Geländespiel, das vom GALA-Kreis vorbereitet wurde, seien es neue Lieder, die zum ersten Mal erklingen, seien es neue Gespräche, die zum ersten Mal geführt werden, neue Verkehrsmittel in der Region, die zu der Erkenntnis führen, dass Osten und Westen noch immer nicht durch eine gemeinsame Buslinie verbunden sind, neue Waren in der REPO- Produktpalette, unbekannte Kräuter der Drogerie Bahner oder neue Gesichter in der Familienfreizeitfamilie. Die Familienfreizeit ist ein besonderer „Ort“, an dem man sich gegenseitig – obwohl vertraut – doch ganz neu entdecken kann. Es ist ein Ort der Freude, des Lachens, der Offenheit, des Sorgenteilens, der Dankbarkeit, des Redens und des Zuhörens, des Wahrnehmens und Loslassens, der Ungezwungenheit und Freiheit, der Seelsorge aneinander, der Gemeinschaft untereinander und mit Gott. Ein Ort zum Gerne Sein und ein Ort zum Wiederkommen. Und so liegt Untertiefengrün zwar geografisch unter Tiefengrün, in seinem Wert jedoch viel weiter oben. Nächstes Jahr in der ersten Woche der Herbstferien wird das (hoffentlich) wieder erfahrbar. I. Sch.