Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - geistliches Wort

An(ge-)dacht

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Brief an die Galater 5,1 Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, bitte lernt diesen Monatsspruch auswendig. Er ist es wirklich wert, schon allein durch das Wortspiel gleich zu Beginn: Zur Freiheit befreit… Damals kannten sie Unfreiheit, denn überall gab es Sklaven. Das Wort kommt ebenfalls vor: Knechtschaft, was etwas seicht ist: Es geht um die absolute Unfreiheit eines Sklaven! Christus hat uns davon befreit! Und die Freiheit ist umfassend zu denken, weshalb Paulus dieses Wortspiel anwendet: wirklich frei! Hast Du es schon gelernt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“? Euer Altarbild, liebe Glieder der Gemeinde in Fürstenwalde, scheint etwas anderes darzustellen. Ein Mensch leidet. Blut tropft. Es ist Jesus, wie er kurz vor seiner Tötung von den Soldaten grausam ausgepeitscht und dann auch noch verhöhnt wird. Weil er souverän auftrat und auch seine Worte es nahelegten, behängten sie ihn mit Zeichen der Herrschaft: Eine Königskrone aus Dornenzweigen und ein Mantel in Herrscherrot. Doch Jesus steht fest. Er lässt es mit sich machen. Er nutzt nicht seine Wundergaben, seine Gottesmacht. Duldend liefert er sich den Menschen aus und sie treiben ihr Spiel, bis er gemartert sein Leben aushaucht. Paulus erkennt darin die Befreiungstat! Siehst Du es auch? Es ist nicht logisch. Es ist Liebe! Jesus durchbricht die Gewalt. Er erhebt sich über die Lüste des Normalen. Er folgt nicht seinen Gefühlen. Er lässt sich seine Freiheit nicht nehmen und tut, was er will – und das ist, was sein Vater will. Damit bekommt der zweite Teil des Monatsspruch Gewicht: So steht nun fest! Wir sind aufgefordert in dieser Freiheit, zu der Christus uns durch seine Tat befreit hat – es ist wirklich geschehen! – fest zu bleiben. Und dann sollen wir auch noch aufpassen: lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Diesen Auftrag haben wir! Eigentlich ist es ganz leicht: man lässt sich was auflegen. Das machen andere, man selbst ist still. Aber das ist auch gefährlich, denn es ist bequem und lenkt von anderem ab. Durch die Hintertür kommt „das Joch der Knechtschaft“ auf uns. Wir verliefen die Freiheit und landen im alten Zustand. Bist Du stark genug? Im Joch weiß man immerhin, was man zu tun hat: Einfach ziehen! Vieles ist einfach: Den Begierden des Lebens folgen, machen, was man will. Den Ordnungen folgen, nicht nachdenken, nur nicht anecken, machen, was andere wollen. All das ist nicht gemeint! Christus hat uns wahrhaft befreit, aber wir sind noch in der unfreien Welt. Gott sei Dank! Er selbst ist bei uns. Wandelt im Geist! Das ruft Paulus (Gal 5,16). Möge Gott es uns schenken – in Fürstenwalde, in Neukölln, allen Christen, ja allen Menschen! Ihr und Euer Pastor Bernhard Mader
Foto zu der Andacht: Ev.-Luth. Kirche Fürstenwalde, Altar, Foto Bernhard Mader

Fürstenwalder Gedanken 

Sie war eine der tragenden Säulen in unserer Firma. Keine Bitte schlug sie ab. Für jeden hatte sie ein offenes Ohr. Das wurde gerne in Anspruch genommen. Sie war anerkannt und beliebt. Und dann sagte sie eines Tages: "Ich bin ausgebrannt, ich kann nicht mehr!" Damit teilt sie die Erfahrung des Propheten Elia! Elia war ein erfolgreicher Prophet voller Einsatz und Eifer für Gott. Aber dann erlebte er den Zusammenbruch.  Muss das unbedingt das Ende sein? Aber nein! Denn Elia erfährt die Treue und die umfassende Fürsorge Gottes. Und so gewährt Gott ihm eine Auszeit. Er schenkt ihm stärkende "Leibesfürsorge", nämlich geröstetes Brot, frisches Wasser und tiefen Schlaf. Und Elia erfährt hilfreiche "Seelsorge" in der Begegnung mit unserem wegweisenden Gott. Dem Einzelkämpfer Elia zeigt er den Blick auf die Gemeinschaft. So kann er dann gestärkt seinen Weg gehen. Ein schönes Beispiel für "Gemeinde", die dem einzelnen Gestrauchelten wieder auf die Beine hilft, um sich an seinen von Gott verliehenen Gaben zu erfreuen und diese als Bereicherung zu empfinden.  Der Mensch muss sich selber hinter sich gelassen haben,  wenn er eine Ahnung von sich selbst bekommen will.  Pater Alfred Delp SJ (1907-1945) Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde: Andreas Lenz
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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Foto zu der Andacht: Ev.-Luth. Kirche Fürstenwalde, Altar, Foto Bernhard Mader

An(ge-)dacht

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Brief an die Galater 5,1 Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, bitte lernt diesen Monatsspruch auswendig. Er ist es wirklich wert, schon allein durch das Wortspiel gleich zu Beginn: Zur Freiheit befreit… Damals kannten sie Unfreiheit, denn überall gab es Sklaven. Das Wort kommt ebenfalls vor: Knechtschaft, was etwas seicht ist: Es geht um die absolute Unfreiheit eines Sklaven! Christus hat uns davon befreit! Und die Freiheit ist umfassend zu denken, weshalb Paulus dieses Wortspiel anwendet: wirklich frei! Hast Du es schon gelernt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“? Euer Altarbild, liebe Glieder der Gemeinde in Fürstenwalde, scheint etwas anderes darzustellen. Ein Mensch leidet. Blut tropft. Es ist Jesus, wie er kurz vor seiner Tötung von den Soldaten grausam ausgepeitscht und dann auch noch verhöhnt wird. Weil er souverän auftrat und auch seine Worte es nahelegten, behängten sie ihn mit Zeichen der Herrschaft: Eine Königskrone aus Dornenzweigen und ein Mantel in Herrscherrot. Doch Jesus steht fest. Er lässt es mit sich machen. Er nutzt nicht seine Wundergaben, seine Gottesmacht. Duldend liefert er sich den Menschen aus und sie treiben ihr Spiel, bis er gemartert sein Leben aushaucht. Paulus erkennt darin die Befreiungstat! Siehst Du es auch? Es ist nicht logisch. Es ist Liebe! Jesus durchbricht die Gewalt. Er erhebt sich über die Lüste des Normalen. Er folgt nicht seinen Gefühlen. Er lässt sich seine Freiheit nicht nehmen und tut, was er will – und das ist, was sein Vater will. Damit bekommt der zweite Teil des Monatsspruch Gewicht: So steht nun fest! Wir sind aufgefordert in dieser Freiheit, zu der Christus uns durch seine Tat befreit hat – es ist wirklich geschehen! – fest zu bleiben. Und dann sollen wir auch noch aufpassen: lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Diesen Auftrag haben wir! Eigentlich ist es ganz leicht: man lässt sich was auflegen. Das machen andere, man selbst ist still. Aber das ist auch gefährlich, denn es ist bequem und lenkt von anderem ab. Durch die Hintertür kommt „das Joch der Knechtschaft“ auf uns. Wir verliefen die Freiheit und landen im alten Zustand. Bist Du stark genug? Im Joch weiß man immerhin, was man zu tun hat: Einfach ziehen! Vieles ist einfach: Den Begierden des Lebens folgen, machen, was man will. Den Ordnungen folgen, nicht nachdenken, nur nicht anecken, machen, was andere wollen. All das ist nicht gemeint! Christus hat uns wahrhaft befreit, aber wir sind noch in der unfreien Welt. Gott sei Dank! Er selbst ist bei uns. Wandelt im Geist! Das ruft Paulus (Gal 5,16). Möge Gott es uns schenken – in Fürstenwalde, in Neukölln, allen Christen, ja allen Menschen! Ihr und Euer Pastor Bernhard Mader

Fürstenwalder Gedanken 

Sie war eine der tragenden Säulen in unserer Firma. Keine Bitte schlug sie ab. Für jeden hatte sie ein offenes Ohr. Das wurde gerne in Anspruch genommen. Sie war anerkannt und beliebt. Und dann sagte sie eines Tages: "Ich bin ausgebrannt, ich kann nicht mehr!" Damit teilt sie die Erfahrung des Propheten Elia! Elia war ein erfolgreicher Prophet voller Einsatz und Eifer für Gott. Aber dann erlebte er den Zusammenbruch.  Muss das unbedingt das Ende sein? Aber nein! Denn Elia erfährt die Treue und die umfassende Fürsorge Gottes. Und so gewährt Gott ihm eine Auszeit. Er schenkt ihm stärkende "Leibesfürsorge", nämlich geröstetes Brot, frisches Wasser und tiefen Schlaf. Und Elia erfährt hilfreiche "Seelsorge" in der Begegnung mit unserem wegweisenden Gott. Dem Einzelkämpfer Elia zeigt er den Blick auf die Gemeinschaft. So kann er dann gestärkt seinen Weg gehen. Ein schönes Beispiel für "Gemeinde", die dem einzelnen Gestrauchelten wieder auf die Beine hilft, um sich an seinen von Gott verliehenen Gaben zu erfreuen und diese als Bereicherung zu empfinden.  Der Mensch muss sich selber hinter sich gelassen haben,  wenn er eine Ahnung von sich selbst bekommen will.  Pater Alfred Delp SJ (1907-1945) Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde: Andreas Lenz